Stadtporträt Wiesbaden - RheinMain Internet

Wiesbaden - Landes-Kurhauptstadt

Wiesbaden ist Hessens Landeshauptstadt - nicht Frankfurt. Eine Tatsache die in Nicht-Hessen öfter Verwunderung auslöst - und die Frage nach einem Grund. Doch die idyllische Stadt am Rand des Rheingaus hat viele Antworten zu bieten, nicht nur auf diese Frage.

 

Stadtgeschichte

Wiesbaden darf als alte Stadt gelten. Erste Siedlungspuren im Stadtegbiet finden sich bereits in Jungsteinzeit. Den Römern war die Stadt als „Aquae Mattiacorum“ bekannt, so genannt nach dem germanischen Stamm der Mattiakern, der hier angesiedelt war. Der erste römische Militärposten datiert auf 6-15 nach Christus und wurde auf dem Heidenberg errichtet. Die Reste der Mauer dieses Postens sind noch heute als Heidenmauer bekannt. Die Römer begannen auch mit dem Ausbau der Thermen und gründeten eine zivile römische Siedlung.

 

Um 828/830, unter merowingischer Herrschaft, wurde der Ort dann erstmals als „Wisabada“ bezeichnet. Es folgte eine langanhaltende Pechsträhne für die Stadt.
1242 wurde sie fast vollständig vom Mainzer Erzbischof zerstört, 1547 und 1561 vernichteten Brände fast die gesamte Stadt. Auch der der Dreißigjährige Krieg spielte Wiesbaden übel mit: gegen Ende des selbigen hatte die Stadt noch rund 730 Einwohner.

 

Linderung brachte erst das neunzehnte Jahrhundert. Wiesbaden etablierte sich als internationaler Kurort, das Stadtbild erneuerte sich durch repräsentative Wohnhäuser, Hotelpaläste und vornehme Villen. Das Casino wurde gegründet und die Bevölkerungszahl wuchs auf über 100.000 Einwohner.
Im zweiten Weltkrieg kaum zerstört wurde Wiesbaden 1945 die Landeshauptstadt Hessens. In der Folgezeit kristallisierte sich Wiesbadens herausragende Bedeutung als Kur- und Kongressstadt, sowie als eine der bevorzugten Wohnregionen der Rhein-Main-Region heraus.

 

Stadtbild und kulturelles Leben

Wiesbaden gibt sich herrschaftlich. Mit gutem Grund. Heute ist Wiesbaden mit rund 280.000 Einwohnern nahezu halb so groß wie die bevölkerungsreichste Stadt der Region - Frankfurt. Wiesbaden hat jedoch mit nur rund einem Viertel der Kriminalitätsrate des hessischen Platzhirschs zu kämpfen. Die Stadt bietet was Mietpreise angeht sogar mehr Flexibilität als Frankfurt und hat eine geringere Bevölkerungsdichte - das spricht für Lebensqualität.

 

Diese gute Grundlage wird bereichert durch die malerische Lage Wiesbadens am Rand des Weinbaugebiets Rheingau. Der Lage ist die Bezeichnung Wiesbadens als Tor zum Rheingau geschuldet. Die Rheingauer Weinwoche, die alljährlich in Wiesbaden stattfindet, bietet den Weinbauern der Region Gelegenheit eine Woche lang neue Weine und Spezialitäten der Region zu präsentieren. Neben Speis und Trank wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm für die Unterhaltung der Gäste gesorgt.

 

Aber nicht nur im regionalen Rahmen ist das kulturelle Leben Wiesbadens erwähnenswert. Vor allem die Internationalen Maifestspielen, nach den Bayreuther Festspielen Deutschlands grösste Festspiele, und das grosse Internationale Wiesbadener Pfingstturnier im Dressur- und Springreiten sind von Bedeutung. Aber auch das Rheingauer Musikfestival zieht mit seinem Renommé Musiker und Zuschauer aus ganz Europa in seinen Bann. Dabei wird nicht nur für musikalische Unterhaltung gesorgt, sondern ein breites Angebot bestehend aus Workshop und diversen kulinarischen Schmankerln aufgefahren.

 

Für die beständige Bereicherung der Stadtkultur sorgt dagegen Wiesbadens Wahrzeichen: das Kurhaus, das sich zu einem Veranstaltungsort von internationalem Renommé entwickelt hat, bietet ein ständiges musikalisches Programm und wechselnde Veranstaltungen. Im prunkvollen Bau, mit seinen 12 Sälen und Salons unter der 21 Meter hohen Kuppel für die Bedürfnisse jedes Veranstalters gesorgt. Das Kurhaus beherbergt in seinem Weinsaal auch das Wiesbadener Casino. Schon Dostojewski verspielte dort 1865 sein Geld und soll Begebenheiten aus seinem Roman „Der Spieler“ seinem Aufenthalt entlehnt haben. Seit 2001 ist das neu gestaltete Automatenspiel ebenfalls in den Kurhaus Kolonnaden untergebracht.

 

Kongress in der Wellnessoase

26 heißen Quellen in Wiesbaden und Umgebung waren bereits den Römern bekannt. Seit diese um Beginn der Zeitrechnung mit dem Ausbau der Thermen begannen hat sich einiges getan. Zahlreiche Hotels, Kurhotels und Thermalbäder wurden gebaut und erhalten Wiesbadens Status als Kurhauptstadt Hessens weiter aufrecht.

 

Vor allem die beiden grossen Thermen bieten Besuchern ungeahnte Möglichkeiten der Entspannung: Die Kaiser-Friedrich-Therme und das Thermalbad Aukammtal. Vor allem erstere braucht dabei auch den bundesweiten Vergleich zu anderen Thermen keinesfalls zu scheuen.

 

Auch der Tourismus boomt in Wiesbaden. 2009 und 2010 konnte die Stadt trotz Wirtschaftskrise steigende Übernachtungszahlen verzeichnen. Unangefochten an Platz eins der Besucher stehen dabei die US-Amerikaner. Gefolgt von Besuchern aus den Golfstaaten und Großbritannien machen sie fast ein Drittel der Besucher aus.

 

Ein Grund für den anhaltenden Besucherstrom mag neben der Attraktivität für Kurbesucher in der Beliebtheit Wiesbadens als Kongressstadt liegen. Die Wiesbadener Kongressallianz, ein Zusammenschluss aus 17 Hotels, 5 Veranstaltungszentren und Partnern aus der Wirtschaft bietet Besuchern dabei weitreichenden Service und bewirbt Wiesbaden auf Tourismusmessen.

 

Derart breit aufgestellt braucht Wiesbaden den Vergleich zu Frankfurt kaum zu scheuen.

Weitere Informationen zu Wiesbaden finden Sie unter anderem hier:


http://www.wiesbaden.de/
http://www.wiesbaden.de/tourismus/index.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Wiesbaden
http://www.nerobergbahn.de
http://www.rheingau-taunus-info.de/Gemeinden/Wiesbaden/

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